Hilfsnavigation

Seitenoptionen

 |  Schrift
  |  Kontrast
MRE-NETZWERK-AK breit

Volltextsuche

MRE-Netzwerk der landkreise Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn

Feierliche Verleihung der Zertifikate Hygiene an 45 Einrichtungen der Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn
Unser MRE-Netzwerk hat in den letzten 1 1/2Jahren gemeinsam mit 33 ambulanten Pflegediensten, 35 Alten-und Pflegeheimen, zwölf Krankenhäusern und 3 Rehakliniken die Standards, Hygienepläne, Schulungsunterlagen und Qualitätsziele zur Zertifizierung in 46 Arbeitsgruppensitzungen ausgearbeitet. Anschließend wurden 2770 Arzthelferinnen, Altenpfleger/innen, Krankenschwestern/pfleger und Ärzte/innen in 56 größtenteils Inhouseschulungen vom Netzwerk im sachgerechten Umgang mit den MRE-Besiedelten/Infizierten Patienten/Bewohnern geschult.
Die baulich-funktionellen Voraussetzungen und das Wissen der Beschäftigten wurden abschließend von einem Team der drei Gesundheitsämter im Rahmen einer Begehung überprüft.
Die von uns entwickelte institutionsübergreifende Struktur-eben mit Einbeziehung der ambulanten Pflegedienste, der niedergelassenen Ärzte, Behinderteneinrichtungen, der Alten-und Pflegeheime, der Krankenhäuser und Rehakliniken- mit der gemeinsamen Entwicklung der Standards und die Überprüfung der Umsetzung und des Wissens der Beschäftigten durch ein hochqualifiziertes Prüfungsteam ist in Rheinland-Pfalz und nach Angaben des Rober-Koch-Institutes im gesamten Bundesgebiet einmalig.
Im Rahmen der feierlichen Zertifikatsverleihung am 16.11.2016 in der Mons Tabor Halle Montabaur erhielten jetzt insgesamt 45 Einrichtungen im Gesundheitswesen die Qualitätssiegel verliehen. Die Veranstaltung wurde musikalisch durch ein Saxophonquartett des Landesmusikgymnasiums Rheinlang-Pfalz gestaltet.
Grußworte sprachen der Erste Beigeordnete des Kreises Altenkirchen Konrad Schwan, Frau Dr.Kaiser als Leiterin des Gesundheitsamtes des Westerwaldkreises stellvertretend für Landrat Achim Schwickert und Landrat Frank Puchtler vom Rhein-Lahn-Kreis.
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demographie Rheinland-Pfalz war hochrangig durch die Abteilungsleitung Gesundheit Frau Dr.Silke Heinemann vertreten.
Nach einem Fachvortrag von Dr.Christof Grabe, Leiter des Gesundheitsamtes Siegen, wurde die Struktur der Zertifizierung und das Ergebnis durch den Netztwerkkoordinator
Dr.Wolfgang Dörwaldt vom Kreisgesundheitsamt Altenkirchen ausführlich dargestellt.
Nach den 6 zertifizierten Alten- und Pflegeheimen von 2015 haben 8 ambulante Pflegedienste, 26 Alten- und Pflegeheime und 11 Krankenhäuser diesen sehr anspruchsvollen Prozess der Zertifizierung erfolgreich absolviert.

Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen
Großes Bild anzeigen


Folgende Einrichtungen haben das Zertifikat erworben:

Ambulante Pflegedienste:
Ambulanter Pflegedienst Fauna, Altenkirchen
Pflegedienst Konfido-AMBULANT, Altenkirchen
Ambulanter Pflegedienst Kirchliche Sozialstation Altenkirchen
DRK ambulanter Pflegeservice, Altenkirchen
Häuslicher Pflegedienst Winfried Hammer, Kausen
EVIM ambulant, Westerburg
Medina services Ina Hütsch, Ransbach Baumbach
Ihre Pfelge daheim, Claudia Rois, Weisel

Alten-und Pflegeheime:
Seniorenpflegeheim Sonnenhang, Mehren
Seniorenresidenz Waldhof, Schürdt
Alten-und Pflegeheim St.Barbara, Mudersbach
Alloheim Seniorenresidenz Am Kurpark, Bad Marienberg
Alloheim Seniorenresidenz, Anna Margareta, Bad Marienberg
Alten- und Pflegeheim des Hospitalfonds, Montabaur
Alten- und Pflegeheim Dickmann, Rennerod
Caritas Altenzentrum Haus Helena, Hachenburg
DRK Seniorengemeinschaft Am Stadtwald, Bad Marienberg
DRK Seniorenpark Schlossblick, Westerburg
DRK Seniorenzentrum Am Merzenborn, Wirges
DRK Seniorenpark Am Rothenberg Hachenburg
DRK Seniorenzentrum Sonnenhof, Bad Marienberg
EVIM Altenhilfe, Gertrud Bucher Haus, Westerburg
Seniorenheim Haus Welterswald, Weltersburg
Seniorenzentrum Bethesda, Höhr-Grenzhausen
Seniorenzentrum St.Josef, Dernbach
Seniorenzentrum St.Agnes, Dernbach
Villa Sonnenmond, Neustadt
AWO Seniorenzentrum, Diez
Caritas Altenzentrum St.Josef, Arzbach
Stiftung Scheuern, Nassau
Stiftung Scheuern, Laurenburg
Wohnpark am Paulinenstift, Nastätten
Georg Vömelhaus, Bad Ems
Haus Marienberg, Kamp Bornhofen
Caritas Altenzentrum St.Martin, Lahnstein

Krankenhäuser:
DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg (Standort Altenkirchen)
DRK-Krankenhaus Kirchen
St.Antoniuskrankenhaus Wissen
DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg (Standort Hachenburg)
Evangelisches Krankenhaus Dierdorf-Selters (Standort Selters)
Herz-Jesu-Krankenhaus, Dernbach
Katholische Kliniken Koblenz-Montabaur, Brüderkrankenhaus Montabaur
St.Vincenz Krankenhaus, Diez
GMK-Paulinenstift, Nastätten
Medizinisches Zentrum Lahnhöhe, Lahnstein
St.Elisabethkrankenhaus, Lahnstein

Sechs Alten- und Pflegeheime aus dem Kreis Altenkirchen erhielten das Zertikat schon 2015:
DRK-Seniorenzentrum, Altenkirchen
Marienhaus Altenzentrum St.Josef, Betzdorf,
Alten- und Pflegeheim St.Vincenz, Gebardshain,
Senioren- und Pflegeheim Stegelchen,Herdorf,
Haus Mutter Teresa, Niederfischbach
Senioren- und Pflegeheim St. Hildegard, Wissen.

Diese sechs Zertifikate wurden den Einrichtungen im Rahmen der offiziellen Auftaktveranstaltung des MRE-Netzwerkes der Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn durch den Landrat des Kreises Altenkirchen, Herrn Michael Lieber, verliehen. Bei der Verleihung waren auch der Landrat des Westerwaldkreises, Herr Achim Schwickert, der Landrat des Rhein-Lahnkreises, Herrr Frank Puchert und als Vertreterin des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, Frau Dr. Susanne Trapp, anwesend.
Die Qualitätssiegel sind gültig bis zum 31.3.2018.
Der Veranstaltung im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen wohnten ca. 200 Vertreter von Institutionen des Gesundheitswesens der drei Kreise bei. Diese zeigten großes Interesse an den Fachvorträgen von Dr. Manfred Vogt, Leiter der Abteilung Humanmedizin des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz, Dr. Christof Grabe, Leiter des Gesundheitsamtes Siegen und Dr. El Ansari, leitender Oberarzt des Anästhesieabteilung des Jung-Stillingkrankenhauses Siegen. Die Referenten beleuchteten die Hintergründe und Historie der MRE-Netzwerkbildung in Rheinland-Pfalz und schilderten ihre Erfahrungen im Umgang mit multiresistenten Erregern im ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitssystems.

Großes Bild anzeigen
Gründung des MRE-Netzwerks

Hintergrundinformationen

In den letzten 25 Jahren hat die Anzahl der Bakterien, gegen die die meisten Antibiotika unwirksam sind, deutlich zugenommen. Dies kann für die Betroffenen schwerwiegende Auswirkungen haben: zum Beispiel von einem verlängerten Krankenhausaufenthalt bis zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate aufgrund des verspäteten Einsatzes wirksamer Antibiotika.
Der am weitesten verbreitete multiresistente Erreger in Deutschland ist der „multiresistente Staphylococcus aureus“ („MRSA“), welcher insbesondere den Nasen-Rachenraum sowie Hautwunden besiedeln kann. Nach Operationen oder bei immungeschwächten Patienten, kann „MRSA“ schwere Infektionen hervorrufen. Diese Keime werden am häufigsten über die Hände bei mangelhafter Hygiene übertragen. In Deutschland war der Anteil von multiresistenten Stämmen („MRSA“) an allen Staphylococcus aureus-Nachweisen 2009 bis auf  20 - 25 % angestiegen. In den letzten Jahren sind die Zahlen leicht rückläufig und lagen 2014 bei ca.13%. Es haben aber  die Resistenzen anderer Bakterienstämme insbesondere bei den sogenannten „Gramnegativen“ (3 und 4MRGN) deutlich zugenommen und führen zu einer Gefährdung der Patienten.

Da in den nächsten Jahren keine Neuentwicklung von Antibiotika mit einer Wirkung gegen diese resistenten Bakterien zu erwarten ist, muss die Weiterverbreitung der resistenten Erreger durch entsprechende Schutzmaßnahmen verhindert werden. Auch ist durch eine angemessene kritische Antibiotikatherapie eine weitere Resistenzbildung der Bakterien einzudämmen.
Andererseits muss einer Stigmatisierung der Betroffenen entgegen gewirkt werden. Vor allem im Bereich der ambulanten Versorgung, in Altenpflegeheimen und im häuslichen Bereich dürfen Besiedelte oder Infizierte in ihren Persönlichkeitsrechten (zum Beispiel Teilnahme an Gemeinschaftsveranstaltungen) nicht über das sachlich begründete Maß eingeschränkt werden. Um dies zu verhindern, muss eine sachgerechte Information von Fachpersonal, Patienten und deren Angehörigen zum Abbau unnötiger Ängste erfolgen.

Das „MRE-Netzwerk Landkreis Altenkirchen“ wurde gegründet, um die oben genannten Ziele zu erreichen. Es besteht aus einem Zusammenschluss von Akutkrankenhäusern, Arztpraxen, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Krankentransportdiensten und anderen Akteuren im Gesundheitswesen unter Koordination und Moderation des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Altenkirchen. Ab März 2015 kommt es durch Anschluss der Kreise Westerwald und Rhein-Lahn zur Bildung eines kreisübergreifenden MRE-Netzwerkes.

Aufgaben der im "mre-netzwerk " der Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Rhein-Lahn vertretenen institutionen

  1. Der Entstehung und Verbreitung von MRE entgegenzuwirken.
  2. Umsetzung von Hygienemaßnahmen gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.
  3. Untersuchung von Risikopatienten insbesondere vor stationärer Krankenhausaufnahme.
  4. Sanierung oder Therapie von besiedelten oder erkrankten Personen vor, während oder nach einem stationären Aufenthalt.
  5. Angemessener kritischer Umgang mit Antibiotika.
  6. Aufklärung von betroffenen Patienten und Angehörigen.
  7. Fortbildungen für Fachpersonal im Gesundheitswesen.
  8. Optimierung der Informationswege zwischen den verschiedenen Institutionen im Gesundheitswesen (zum Beispiel einheitliche Überleitungsbögen).
  9. Förderung der Zusammenarbeit der Einrichtungen im Gesundheitswesen mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst.
Durch die  Homepage mit der ausführlichen Fragen- und Antwortensammlung besteht sowohl für Fachpersonal als auch für Betroffene und Angehörige die Möglichkeit, sich schnell und fachlich fundiert über die jeweilige Fragestellung zu informieren. Außerdem können per Email über die auf der Homepage veröffentlichten Kontakte oder telefonisch spezielle Fragen gestellt werden, welche von entsprechenden Fachleuten zeitnah beantwortet werden.

Fachliche Zuständigkeit für den Kreis Altenkirchen

Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Telefon Telefon:  02681/81 2718
Symbol E-Mail E-Mail:  mre@kreis-ak.de
Adresse bei Google Maps
Kontaktformular
Ins Adressbuch exportieren

Fachlicher Zuständigkeit für den Westerwaldkreis

Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen und Innere Medizin
Leiterin des Gesundheitsamtes Montabaur
Telefon Telefon:  02602/124724
Symbol E-Mail E-Mail:  ursula.kaiser@westerwaldkreis.de
Adresse bei Google Maps
Kontaktformular
Ins Adressbuch exportieren

Fachliche Zuständigkeit für den Rhein-Lahn-Kreis

Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen
Umweltmedizin/Krankenhaushygiene
Leiterin des Gesundheitsamtes Bad Ems
Telefon Telefon:  02603/972291
Symbol E-Mail E-Mail:  roswitha.kaestner@rhein-lahn.rlp.de
Adresse bei Google Maps
Kontaktformular
Ins Adressbuch exportieren

Netzwerkkoordination

Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe DDG
Qualitätsmanager im Gesundheits- und Sozialwesen, MRE-Netzwerkkoordinator
Telefon Telefon:  02681/81 2777
Adresse bei Google Maps
Ins Adressbuch exportieren

Händedesinfektion