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11.05.2020

Schon über 2.500 Masken genäht

Kreisweit arbeiten zahlreiche Ehrenamtler an der Produktion von Mund-Nasen-Masken für Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsorganisationen

Altenkirchen/Kreisgebiet. Kurz nach der Bekanntgabe des so genannten Lockdowns aufgrund der Coronavirus-Pandemie rief die Kreisverwaltung Altenkirchen zum Nähen von provisorischen Mund-Nasen-Masken – so genannte Alltags-Masken – auf. Und zahlreiche Frauen und Männer machten sich ans Werk. Mit unermüdlichem Fleiß wurden Nähmaschinen ausgepackt, Vorlagen angefertigt und bestehende Nähanleitungen verbessert und optimiert. Ein scheinbar unerlässlicher Strom an Telefonaten und E-Mail-Angeboten folgte und ebbte auch Tage nach der Veröffentlichung des Aufrufes nicht ab. „Ich bin so stolz auf unsere ehrenamtlichen Unterstützer“, so Andrea Rohrbach, Ehrenamtskoordinatorin der Kreisverwaltung, „mit Hilfe der ehrenamtlichen Hilfe konnten bereits mehr als 2.500 Masken genäht werden, die unseren Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsorganisationen zu Gute kommen können. Hierfür sind wir sehr dankbar.“

Langjährige Netzwerkarbeit zahlt sich aus
Die Materialien, aus denen die Masken gefertigt werden, sind zum Teil gespendet, allerdings wird der größte Anteil aus Mitteln des Kreisseniorenbeirates und einer Förderung des Erzbistums Köln gezahlt, die durch den Caritasverband Altenkirchen in Person von André Linke vermittelt wurde. Nicht nur hier zahlt sich die gute Netzwerkarbeit aus, die in den vergangenen Jahren geleistet wurde. Auch mit der Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld konnte eine Unterstützung ermöglicht werden. Uwe Bischoff, Inhaber des gleichnamigen Taxibetriebes, meldete sich bei der Verbandsgemeinde und die zuständige Sachbearbeiterin Rebecca Seuser vermittelte das Angebot an die Kreisverwaltung weiter. So übernahm Taxi Bischoff die eine oder andere Fahrt, lieferte Material aus und sammelte fertige Masken wieder ein. Auch die Firma Planen Schmitz aus Weyerbusch fertigte einige Masken unentgeltlich.

Gemeinsam gegen Corona
Die ehrenamtlichen Unterstützer kommen aus Migrationsverbänden – teilweise sind sie selbst Flüchtlinge oder deren Paten – oder aus Fördervereinen von Kindertagesstätten. Aber es sind eben auch viele Einzelpersonen, die mithelfen. Ihnen allen ist unabhängig von Alter, Herkunft oder Religion besonders eines wichtig: dass die geleistete Hilfe ein Stück weit den gemeinsamen Kampf gegen das Corona-Virus unterstützt. „Hier zeigt sich kreisweit ein Zusammenhalt und gemeinsames Engagement, die hoffentlich über den Kampf gegen das Virus hinaus andauern“, würdigt Landrat Dr. Peter Enders den Einsatz der Frauen und Männer hinter den Masken.

Viele helfende Hände aus dem Kreis
An der Maskenproduktion und ihrer Verteilung sind beteiligt die „Nähbienen“ aus Mudersbach, Brachbach und Freudenberg, deren Unterstützung von Edeltrud Pilnei aus Wissen koordiniert wurde: Sigrid Lange, Melanie Stinner, Christine Lehmann, Nicole Zimmermann, Silke Schneider, Janna Fries, Eva Pichonnier, Tanja Wiese, Laura Huwer, Ursula Zöller, Monika Mendel, Rita Zimmermann, Tanja Bauschert, Martina Kaiser, Marion Omlor, Daniela Metz, Melanie Böhl und Elisabeth Dies. Auch die Ortsgemeinde Mehren bildete eine Unterstützergruppe unter Leitung von Ortsbürgermeister Thomas Schnabel, weitere Aktive waren und sind Ingrid Schuhen vom Altenschutzbund Solidar in Betzdorf, Ingrid Marenbach aus Kraam-Heuberg, Helga Bieler aus Altenkirchen, Doris Link aus Hilgenroth, Silke Seyler aus Bruchertseifen, Kornelia Wagner aus Wissen, Tanja Becher aus Hamm, Elfie Jakob aus Güllesheim, Annemarie Schödl aus Helmenzen und viele andere.

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Bildzeile: Kreisweit arbeiten zahlreiche Ehrenamtliche an der Produktion von Mund-Nasen-Masken für Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsorganisationen. (Fotos/Collage: Kreisverwaltung/privat)