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Jürgen Rehard

Jagdhornbläsergruppe Alsdorf-Hachenburg
Weiherstraße 17
57518 Alsdorf

Zusatztext Adresse ID 2056.225 (5)

Sparte

  • Volksmusik
  • konzertante Jagdmusik

Mitgliedschaft

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e. V.

Besetzung

Historische Parforcehörner in "Es" Dur

Repertoire

  • Volksmusik
  • Konzertante Jagdmusik
  • Jagdsignale
  • Hubertusmesse

Selbstdarstellung

  • Der Jäger und das Jagdhorn haben schon seit Urzeiten die Fantasie der Menschen beschäftigt und zahlreiche Gedichte, Balladen und Volkslieder ranken sich um dieses Thema. Im Sinne dieser Tradition begannen im Jahre 1979 auf Initiative von Hornmeister Jürgen Rehard 10 jagdmusikalisch interessierte Alsdorfer Jung´s mit 3 Clewing´schen Taschenhörnern und 7 Fürst-Pless Hörnern in der Stimmung "B" zu proben.
  • Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelang es den Alsdorfern nach einigen Monaten intensiver Probenarbeit die allgemeinen deutschen Jagdsignale vorzutragen. Nach der Anschaffung von 2 Parforcehörnern in "B" wurden nun die bekannten Jägermärsche und Jagdstücke in Angriff genommen und bereits im Jahre 1981 konnte die Gruppe erfolgreich an einigen Bläsertreffen teilnehmen. 
  • Da Hornmeister Jürgen Rehard bereits einige Jahre bei der Es-Horngruppe Hachenburg aktiv war lag es nahe, dass auch die Alsdorfer das große Parforcehorn in "Es" anschafften und beide Gruppen sich zusammen schlossen. Bedauerlicherweise erinnert heute nur noch der Name „Alsdorf-Hachenburg“ an die damalige Fusion, da alle Bläser aus dem Hachenburger Raum inzwischen aus Altersgründen ausgeschieden sind.
  • Mittlerweile reicht das Repertoire der Gruppe von den klassischen Signalen mit Fürst-Pless-Hörnern in "B", über umfangreiche Ventilhornstücke bis hin zu den konzertanten Werken für Parforcehörner in "Es". Dieses große Horn in "Es", mit einem Windungsdurchmesser von nahezu 50 cm wurde vom ausgehenden Mittelalter bis zur Abschaffung der Parforcejagd Mitte des 19. Jahrhunderts von den Jägern zu Pferde eingesetzt. Heute wird es nur noch zu feierlichen Anlässen wie den traditionellen Hubertusmessen und jagdmusikalischen Konzerten verwendet. Mit einer Länge von weit über 4 Meter und einem Tonumfang von 18 Tönen ist es auch ohne Ventile konzertant einsetzbar, verlangt aber vom Bläser äußerste Konzentration und ständige Übung, da die Töne sehr dicht zusammenliegen. Die größte Blütezeit erlebte dieses Musikinstrument zur Zeit Ludwig des XV von Frankreich, dessen Hofjagdmeister der Marquis de Dampierre auch einer der ersten Virtuosen auf dem Parforcehorn war.
  • In Verbindung mit einem großen Bläsertreffen führte man in Alsdorf bereits im August 1989 zum 10-jährigen Bestehen ein Konzert unter dem Motto „Jagdmusik aus drei Jahrhunderten“ auf, welches auf allgemeinen Publikumswunsch bereits ein Jahr später in Hachenburg-Gehlert wiederholt wurde.
  • Zum 15. Geburtstag der Gruppe im Jahre 1994 unter dem Motto „Variationen historischer Jagdmusik“ und zum großen Festkonzert anlässlich des 20-jährigen Bestehens im Jahre 1999 konnten in der vollbesetzten Mehrzweckhalle in Alsdorf viele begeisterte Zuhörer aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßt werden. Auch das 25-jährige Jubiläum am 4.September 2004, war ein voller Publikumserfolg und wurde mit befreundeten Gruppen gebührend gefeiert.
  • Erstaunlicherweise kann auch das Interesse der Jugend für diese traditionelle Musik immer wieder geweckt werden, immerhin liegt das Durchschnittsalter der 22 Aktiven unter 30 Jahren und z.Zt. werden 4 Nachwuchsbläser im Alter von 10 bis 13 Jahren mit gutem Erfolg ausgebildet.
  • Die Jagdhornbläsergruppe Alsdorf-Hachenburg ist inzwischen durch viele Auftritte und besonders durch die Interpretation der historischen Hubertusmesse, von Rottach-Egern am Tegernsee bis nach Undeloh in der Lüneburger Heide, sowie von Luxemburg bis in den Thüringer Wald, weit über die Grenzen des Westerwaldes hinaus bekannt.
  • Durch beharrliches Proben, zeitweilig 3 mal in der Woche, konnten die Meistertitel bei den Landesmeisterschaften der Jagdhornbläser in Rheinland Pfalz in den Jahren 1992 in Hachenburg, 1994 in Trier, 1996 in Speyer, 1998 in Kastellaun, 2000 in Kaiserslautern, 2002 in Prüm, 2005 am Trifels, 2007 in Manderscheid, 2009 in Bad Münster am Stein-Ebernburg und 2011 auf der Festung Ehrenbreitstein in der schwierigsten Klasse "Es" errungen werden. Bei den Bundesmeisterschaften wurden folgende Platzierungen erreicht: 2005 in Regensburg Platz 6, 2008 in Koblenz Platz 2 und 2010 in Weimar Platz 3.