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05.11.2018

Batterien enthalten wertvolle Rohstoffe und gehören deshalb nicht in die Restabfalltonne!

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AEB-Altbatterien
Im Jahr 2017 wurde ein starker Anstieg der in Verkehr gebrachten Batterien verzeichnet. In Deutschland waren es über 50.000 Tonnen. Die Menge an zurückgenommenen Batterien war im Vergleich dazu jedoch deutlich geringer. Es wurden weniger als 50 Prozent, von der sich im Verkehr befindlichen Menge, zurückgegeben. Während die Menge an Batterien die sich im Verkehr befinden weiterhin stark ansteigt, ist nur ein kleiner Anstieg der Menge an zurückgegebenen Batterien zu verzeichnen. So wurden in 2016 rund 45.500 Tonnen Batterien im Verkehr verzeichnet, jedoch nur rund 20.500 Tonnen zurückgegeben. Somit ist ein deutlicher Anstieg an verbrauchten Batterien zu erkennen, aber nur ein sehr geringer an fachgerecht entsorgten Batteriemengen.

Dabei stellt eine fachgerechte Entsorgung von Altbatterien einen wichtigen Nutzen für die Umwelt dar. In Batterien und Akkus befinden sich wertvolle Materialien wie Zink, Eisen, Aluminium, Lithium und Silber. All diese Stoffe können vollständig wiederverwertet werden und so zur Ressourcenschonung beitragen.
Daneben können aber auch giftige Stoffe wie Quecksilber, Cadmium und Blei in Batterien enthalten sein. Bei einer unsachgemäßen Entsorgung gehen diese Stoffe dem Recyclingprozess verloren und können in die Umwelt gelangen. Dort können sie schädliche Wirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen haben. Mögliche Nebenwirkungen, für den Menschen, bei Aufnahme dieser Stoffe, können Krebs, Nierenschäden, Schäden am Immun-, Nerven- und Fortpflanzungssystem sein.

Deshalb sind die Verbraucherinnen und Verbraucher gesetzlich verpflichtet, alle anfallenden Altbatterien beim Handel oder den weiteren Rücknahmestellen abzugeben. Sie gehören keinesfalls in den Hausmüll oder gar achtlos in die Umwelt.

Darauf weist auch das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne auf den Batterien beziehungsweise auf der Verpackung hin. Für die Sammlung haben die Hersteller von Gerätebatterien das gemeinsame Rücknahmesystem GRS Batterien (Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien) eingerichtet. Zusätzlich gibt es drei herstellereigene Rücknahmesysteme: CCR REBAT, ÖcoReCell und ERP Deutschland.

Der Handel ist verpflichtet, Altbatterien unentgeltlich zurückzunehmen. Die meist grünen Sammelboxen für die Rücknahme  von Geräte-Altbatterien finden Sie beispielsweise in jedem Supermarkt, Discounter, Drogerie- oder Baumarkt, in dem Sie neue Gerätebatterien kaufen können. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises nimmt zusätzlich Batterien am Umweltmobil, der Kreisverwaltung/AWB oder am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth an. Verbraucherinnen und Verbraucher können KFZ-Altbatterien bei den Vertreibern abgeben. Fahrzeugbatterien unterliegen grundsätzlich einer Pfandpflicht in Höhe von 7,50 Euro (brutto) je Stück. Industriebatterien, beispielsweise Antriebsakkus für Elektrofahrräder oder Pedelecs, können ebenfalls überall dort zurückgegeben werden, wo sie auch verkauft werden.

Die Rücknahmesysteme für Geräte-Altbatterien sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Mindestsammelquoten in ihrem System zu erreichen: 35 Prozent im Jahr 2012, 40 Prozent im Jahr 2014 und 45 Prozent im Jahr 2016. Im Jahr 2014 wurde für Geräte-Altbatterien in Deutschland insgesamt eine Sammelquote von 45,3 Prozent erreicht. Das starke Ungleichgewicht zwischen der zurückgegebenen Menge an Batterien und deren Einbringen in den Verkehr verursachte, dass sich die Sammelquote von 46,2 Prozent im Jahr 2016 auf 45,1 Prozent im Jahr 2017 verringerte. So wurde die vorgegebene Quote in 2017 nur noch knapp erreicht. Um die vorgeschriebenen Sammelquoten dauerhaft einhalten zu können und die Menge der gesammelten Batterien zu steigern, müssen nicht nur die Rücknahmesysteme funktionieren. Auch die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger ist hier sehr entscheidend.