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14.09.2018

Ergebnisse der Jugendbefragung 2018

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Foto: von links, Berno Neuhoff (Leiter Regionalentwicklung), Jennifer Siebert (Mitarbeiterin Demografie, Regional und Kreisentwicklung), Sebastian Dürr (LEADER-Regional Manager), Karola Kellner (S&N Kommunalberatung), Landrat Michael Lieber, Professor Dr. Rüdiger Jacob sowie Professor Dr. Johannes Kopp (Beide Uni Trier)

Um herauszufinden, wie Jugendliche die Region wahrnehmen und welche Vorschläge sie haben, um den Landkreis für die junge Generation attraktiver zu gestalten, hat die Kreisverwaltung Anfang 2018 in der LEADER-Region Westerwald-Sieg eine große Jugendbefragung durchgeführt. Im Rahmen des LEADER-geförderten Projektes wurden alle Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren in der Region angeschrieben und darum gebeten, an dieser Befragung teilzunehmen. Themen der Meinungsumfrage waren u.a. Schule, Ausbildung und Arbeit, Freizeit und Mobilität.

Die Ergebnisse der Jugendbefragung:

Ergebnisse der Jugendbefragung 2018 (1,4 MB)

Demografiekonferenz Ergebnisse der Jugendbefragung 2018Jugendliche sind zufrieden

Wie eine groß angelegte Jugendbefragung der Kreisverwaltung ergeben hat, sind die Jugendlichen in der Region mit ihrem Leben zufrieden.

Die 4. Demografiekonferenz des Landkreises Altenkirchen zeigte, dass die Jugendlichen das Leben auf dem Land durchaus zu schätzen wissen. Große Kritikpunkte bei der Jugend sind vor allem der öffentliche Nahverkehr und Freizeitmöglichkeiten am Wohnort.

Um herauszufinden, wie Jugendliche die Region wahrnehmen und welche Vorschläge sie haben, um den Landkreis für die junge Generation attraktiver zu gestalten, hat die Kreisverwaltung Anfang 2018 in der LEADER-Region Westerwald-Sieg eine große Jugendbefragung durchgeführt. Im Rahmen des LEADER-geförderten Projektes wurden alle Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren in der Region angeschrieben und darum gebeten, an dieser Befragung teilzunehmen. Die Ergebnisse wurden jetzt auf der 4. Demografiekonferenz des Landkreises Altenkirchen im Wissener kulturWERK von den Trierer Professoren Johannes Kopp und Rüdiger Jacob vorgestellt. Demnach sind die Jugendlichen mit dem Leben im Landkreis grundsätzlich zufrieden, wobei die Jungen zufriedener sind als die Mädchen. Landrat Michael Lieber zeigte sich über dieses eher unerwartete Ergebnis erfreut: „So schlimm wie überregionale Statistiken es darstellen, ist es für die Jugendlichen bei uns gar nicht.“

Berno Neuhoff, Leiter Regionalentwicklung des Landkreises Altenkirchen, ergänzte: „Die überregionalen Statistiken geben oft ein falsches Bild wieder. Die Lebenswelten der Jugendlichen spiegeln sie nur verzerrt, insbesondere, da bei diesen Studien auch nur vergleichsweise wenig Jugendliche befragt werden.“ Das deckt sich mit den Ergebnissen der Befragung. Demnach wissen viele Jugendliche das Leben auf dem Land im Vergleich zur Großstadt zu schätzen. Immerhin 60 Prozent gaben an, dass das Leben hier besser sei als in der Großstadt, mehr als 80 Prozent finden die Natur schön. Auch das soziale Umfeld, Freunde, Familie und Nachbarn nehmen bei den Jugendlichen einen hohen Stellenwert ein. Eher weniger begeistert zeigten sich die Jugendlichen vom Angebot des öffentlichen Nahverkehrs und den Freizeitmöglichkeiten am Wohnort. Da verwundert es nicht, dass laut der Befragung viele Jugendliche ihre Freizeit außerhalb des Wohnortes verbringen. Bei den Freizeit-Zielen steht Siegen klar an erster Stelle, gefolgt von Köln.

Professor Kopp von der Universität Trier, der zusammen mit seinem Kollegen Rüdiger Jacob die Befragung im Landkreis entwickelt und ausgewertet hat, zog dann auch das Fazit: „Die Jugendlichen wollen den Landkreis nicht fluchtartig verlassen. Es gibt zwar eindeutig ein Gefälle zwischen Stadt und Land, die Jugendlichen bilden sich aber ihre eigenen „Hybridwelten“ und verbinden so das für sie Beste. Eines hat die Jugendbefragung deutlich gezeigt: Panik, dass im Landkreis bald keine Jugendlichen mehr leben, braucht wirklich keiner zu haben. Wie Berno Neuhoff aber betont, seien nun vor allem die Kommunen und Initiativen vor Ort gefragt, um für Jugendliche attraktivere Angebote zu schaffen. Der Kreis könne Ideen bündeln und bei der Umsetzung helfen, die Ideen müssten aber vor Ort, auch unter Beteiligung der Jugendlichen, entstehen. Bei der Finanzierung solcher Ideen, etwa eines Jugendtaxis, könne LEADER das geeignete Mittel der Wahl sein.

Die Ergebnisse der Jugendbefragung können Interessierte auf der Homepage der Kreisverwaltung Altenkirchen herunterladen oder bei Jennifer Siebert, Regionalentwicklung des Landkreises Altenkirchen (E-Mail: jennifer.siebert@kreis-ak.de, Tel.: 02681/81 2089) anfordern.

 

Foto: v.l. Berno Neuhoff (Leiter Regionalentwicklung), Jennifer Siebert (Mitarbeiterin Demografie, Regional und Kreisentwicklung), Sebastian Dürr (LEADER-Regional Manager), Karola Kellner (S&N Kommunalberatung), Landrat Michael Lieber, Professor Dr. Rüdiger Jacob sowie Professor Dr. Johannes Kopp (Beide Uni Trier)


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Foto: von links, Berno Neuhoff (Leiter Regionalentwicklung), Jennifer Siebert (Mitarbeiterin Demografie, Regional und Kreisentwicklung), Sebastian Dürr (LEADER-Regional Manager), Karola Kellner (S&N Kommunalberatung), Landrat Michael Lieber, Professor Dr. Rüdiger Jacob sowie Professor Dr. Johannes Kopp (Beide Uni Trier)