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Reiserückkehrer: Für Corona-Tests sind niedergelassene Ärzte zuständig

Landrat Enders wirbt für mehr Tests durch heimische Mediziner – Gesetzeslage ist eindeutig

Altenkirchen/Kreisgebiet. An wen wenden sich Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten, die zu einem Test auf eine Corona-Infektion verpflichtet sind? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen dieser Tage, die bei den niedergelassenen Hausärzten im Kreis Altenkrichen vielfach abgewiesen wurden. Manche testen überhaupt nicht, andere nur den eigenen Patientenstamm. Die Gesetzeslage ist eindeutig: „Die entsprechenden Leistungen müssen durch die niedergelassenen Hausärzte erbracht werden oder durch von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eingerichtete Testzentren“, erläutert Landrat Dr. Peter Enders die Verordnung des Bundesgesundheitsministers vom 31. Juli. Das Gesundheitsamt, das in den letzten Wochen unterstützend tätig war, allerdings mit der Ermittlung und Nachverfolgung von Kontakten stark belastet ist, ist hier grundsätzlich nicht in der Pflicht.

Klare Regeln des Gesundheitsministeriums
Auch die Webseite des Bundesgesundheitsministeriums formuliert in einem Fragen-und-Antworten-Katalog eindeutig: „Einreisende aus Risikogebieten sollten sich – soweit dies möglich ist – am Flughafen und an den Häfen testen lassen. Sollte dort ein Test nicht möglich sein, kann der Test nach telefonischer Ankündigung auch bei einem niedergelassenen Arzt erfolgen.“

Appell an Ärzte im Kreis
„Die gesetzliche Regelung ist unmissverständlich“, sagt Enders, auch wenn die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz andere Signale sendet: Dort sieht man den Öffentlichen Gesundheitsdienst, also auch die Gesundheitsämter, als zuständig an. Der Landrat weiß sich dabei mit der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler einig, die die Rechtsaufsicht über die Kassenärztliche Vereinigung hat und mit der er sich ausgetauscht hat. Zudem wird er das Thema auch im Kreis der Landräte ansprechen. Auf seine Bitten hin hat die Kassenärztliche Vereinigung über die Kreisärzteschaft an die niedergelassenen Hausärzte im Kreis appelliert, die entsprechenden Tests durchzuführen. „Ich gehe davon aus, dass die Ärzte im Kreis jetzt verstärkt mitziehen oder dass die Kassenärztliche Vereinigung ihrerseits die Testungen organisiert.“ Enders kann zwar die Zurückhaltung mancher Ärzte verstehen, die beispielsweise aufgrund der Praxisräumlichkeiten oder auch, weil sie selber teilweise zur Risikogruppe gehören, nicht testen. Allerdings: „Es muss meines Erachtens möglich sein, dass man Lösungen findet, die flächendeckende Tests im Kreis ermöglichen. Das heißt aber auch, dass man es einem Betroffenen zumuten kann, bei Bedarf 20 Kilometer zu fahren.“

Die Leute müssen wissen, wo getestet wird
Wichtig sei zudem, so der Landrat, dass die Kommunikation entsprechend organisiert werde: „Es nützt nichts, wenn die Leute erfahren, wo nicht getestet wird. Sie müssen wissen, wo Tests erfolgen.“ So weist die Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung (kv-rlp.de) derzeit lediglich drei Corona-Anlaufstellen für Tests im Kreis aus, nämlich die beiden Corona-Ambulanzen in Kirchen-Freusburg und Mudersbach und ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in Hamm. Kreisweit gebe es aber durchaus mehr Ärztinnen und Ärzte, die testen. Eine weitere Corona-Ambulanz, so der Landrat, solle im Raum Gebhardshain eingerichtet werden.

Welche Möglichkeiten haben Urlaubsrückkehrer nun, um einen Test durchführen zu lassen?
• Wer aus westlichen Nachbarländern einreist, hat die Möglichkeit, sich schon auf der Rückreise an den Teststationen des Landes testen zu lassen, und zwar an der Autobahn BAB 60 bei Bitburg, an der BAB 64 am Parkplatz Markusberg und bei Landau an der BAB 65 sowie am Flughafen Hahn. Weitere Informationen dazu gibt es online: corona.rlp.de
• Sie wenden sich direkt an ihren Hausarzt.
• Bei der ärztlichen Terminservicestelle unter der Nummer 116 117 erfahren Einreisende, wo genau bei ihnen vor Ort ein Test durchgeführt wird.



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