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07.04.2022

Neues Kammerorchester setzt langjährige Tradition fort

Kreismusikschule gründet wieder Streicherensemble und lädt ambitionierte Musiker zum ersten Projekt ein

Altenkirchen/Kreisgebiet. Am Anfang stand eine Idee: Wäre es nicht großartig, wenn die Kreismusikschule Altenkirchen wieder ein Kammerorchester hätte und damit nach etlichen Jahren der Pause wieder an eine bewährte Tradition anknüpfen würde? Ilka Tenne-Mathow gefiel dieses Ansinnen auf Anhieb. Die engagierte Geigenlehrerin stellte per Recherche schnell fest, dass es aktuell in der ganzen Umgebung kein solches Ensemble gibt. „Wir haben also beschlossen, ein klassisches Kammerorchester zu gründen und zunächst mit einem reinen Streicherensemble zu beginnen“, berichtet Ilka Tenne-Mathow. „Ich habe großen Spaß daran, mich als Dirigentin einzubringen. Nun suchen wir natürlich ambitionierte Musiker, die Lust haben, mitzumachen.“ Auch Schulleiter Dimitri Melnik zeigt sich begeistert. „Wegen Corona sind wir gerade in einer ganz eigenartigen Situation. Einerseits sind die Infektionszahlen hoch, andererseits gibt es eine Art Aufbruchsstimmung. Deshalb ist der Zeitpunkt günstig. Mit Ilka Tenne-Mathow haben wir zudem eine sehr erfahrene Dirigentin und Orchestermusikerin, bei der das Projekt bestens aufgehoben ist. Das freut mich sehr“, betont der Musikschul-Chef.

Klassik-Tradition
Das Musizieren im klassischen Orchester gehört seit der Gründung der Kreismusikschule vor 50 Jahren buchstäblich zum „guten Ton“. In mal längeren, mal kürzeren Phasen trafen sich fortgeschrittene Schüler, aber auch Lehrkräfte und musikliebende Privatleute zum gemeinsamen Proben. Zu den wichtigsten Formationen gehörten das „Westerwälder Kammerorchester“ unter Leitung des ersten Musikschulleiters Erwin Vollmer und die „Westerwälder Sinfonietta“, die von Klavier- und Kontrabasslehrer Franz Solbach dirigiert wurde. Ilka Tenne-Mathow und Dimitri Melnik sind sehr froh darüber, dass einige ehemalige und amtierende Lehrkräfte für das neue Orchester bereits gewonnen werden konnten. „Wir werden einige von diesen Profis auch als Leiter der Registerproben einsetzen, damit sie die ihnen anvertraute Gruppe durch das Projekt begleiten. Es ist für die Mitwirkenden ganz wichtig, sich an einem erfahren Musiker orientieren zu können.“

Konzertanter Anspruch
Wer kann nun im neuen Kammerorchester mitspielen? „Wir sind offen für Menschen aus der gesamten Region“, sagt Dimitri Melnik. Ilka Tenne-Mathow setzt vor allem auf Wiedereinsteiger, die als Musikschüler gute Leistungen erzielten und dann schul- oder berufsbedingt aussetzten. „Gerade in der Pandemie gab es viele Anmeldungen von Erwachsenen, die das Instrument wieder auspacken oder neu beginnen wollten. Das Kammerorchester richtet sich deshalb vor allem an ehemalige Schüler der Kreismusikschule sowie Jugendliche und Erwachsene, die früher in einem Orchester gespielt haben und eine schöne Erinnerung an diese Zeit hegen.“ Da das von Ilka Tenne-Mathow geplante Programm einem konzertanten Anspruch genügen soll, sind entsprechende instrumentale Kenntnisse Voraussetzung. „Die ,Kleine Nachtmusik` von Mozart muss man spielen können“, erklärt die Geigerin.
Organisatorisch hat sich das Leitungs-Duo für eine Mischform entschieden. „Tatsächlich geht die Tendenz weg vom regelmäßigen wöchentlichen Proben und hin zum Projektwesen. Das Ziel sind dann zwei, drei Konzerte, bevor das nächste Projekt beginnt. Für die erste Orchesterphase haben wir bereits einen Auftrittstermin am 16. Juli geplant und werden dafür ab dem 4. Mai mittwochs in Altenkirchen proben.“

Angebote für Wiedereinstieg
Und welche Stücke werden die Zuhörer dann bei der Premiere genießen können? „Ich möchte unter anderem sehr gerne den Walzer Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch und den ,Libertango`von Astor Piazolla einstudieren“, verrät Ilka Tenne-Mathow. Schulleiter Dimitri Melnik hat abschließend noch einen Tipp für alle Interessierten, die ein bisschen Unterstützung beim Wiederauffrischen ihrer Fähigkeiten brauchen. „Wir bieten zum Beispiel Fünferkarten für Instrumentalunterricht an, die sich sehr gut für den Wiedereinstieg eignen.“ Übrigens, einen Namen hat das neue Orchester auch schon: „Es wird ,Kammerorchester Westerwald-Sieg` heißen“, freuen sich Ilka Tenne-Mathow und Dimitri Melnik. „Mit dieser Bezeichnung möchten wir zeigen, dass wir für alle Menschen im Landkreis und in der gesamten Region da sind und sie herzlich zum Mitspielen einladen.“

Wie kann man mitmachen?
Im neuen „Kammerorchester Westerwald-Sieg“ können ambitionierte Streicherinnen und Streicher im Jugend- und Erwachsenenalter mitwirken. Interessierte können sich bei Schulleiter Dimitri Melnik informieren und anmelden (Tel.: 02681-812281, E-Mail: dimitri.melnik@kreis-ak.de). Die erste Probe findet am Mittwoch, dem 4. Mai, von 19.30 bis 21.30 Uhr im Raum 11 des Hauptgebäudes der Kreismusikschule in Altenkirchen (Hochstraße 3) statt. Weitere Probentermine sind geplant. Am Samstag, 16. Juli, 17 Uhr, wird das Orchester dann im Rahmen des Fachbereichskonzerts der Streicherklassen der Kreismusikschule Premiere feiern.

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Julia Hilgeroth
© Julia Hilgeroth
Bildzeile: Geigenlehrerin Ilka Tenne-Mathow und Schulleiter Dimitri Melnik freuen sich bereits sehr auf das neue »Kammerorchester Westerwald-Sieg«, das am 4. Mai mit einer ersten Kennenlern-Probe gegründet wird. Dazu sind alle Streicherinnen und Streicher aus der Region eingeladen, die Spaß am gemeinsamen Musizieren auf hohem Niveau und an klassischer Orchesterliteratur haben. (Foto: Kreisverwaltung) © Julia Hilgeroth



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