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Tierseuchenbekämpfung - Blauzungenkrankheit

Zuständige Behörde

Ansprechpartner

Veterinärwesen und Landwirtschaft
Abteilungsleiterin, Amtstierärztin
Parkstraße 1
57610 Altenkirchen
Telefon Telefon:  02681/81 2810
Fax Fax:  02681/81 2800
Symbol E-Mail E-Mail:  gudrun.oppitz@kreis-ak.de
Raum Raum:  350
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Landwirtschaft, Veterinärverwaltung
Referatsleiter
Parkstraße 1
57610 Altenkirchen
Telefon Telefon:  02681/81 2834
Fax Fax:  02681/81 2800
Symbol E-Mail E-Mail:  rainer.zeuner@kreis-ak.de
Raum Raum:  349
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Landwirtschaft
Sachbearbeiter
Parkstraße 1
57610 Altenkirchen
Telefon Telefon:  02681/81 2830
Fax Fax:  02681/81 2800
Symbol E-Mail E-Mail:  volker.birk@kreis-ak.de
Raum Raum:  352
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Blauzungenkrankheit - Rheinland-Pfalz ist Sperrgebiet

Am 11.01.2019 wurde der Ausbruch der Blauzungenkrankheit auch in einem Betrieb im Landkreis Trier-Saarburg amtlich festgestellt. Das gesamte Land Rheinland-Pfalz wurde mit Allgemeinverfügung des LUA Koblenz vom 11.01.2019 (rechtskräftig ab 15.01.2019) zum Sperrgebiet erklärt.

Grundsätzlich gilt ab 15.01.2019 ein Verbringungsverbot für alle Wiederkäuerarten (Rinder, Schafe, Ziegen, Neuweltkameliden, Wildwiederkäuer in Gehegen, etc.) aus dem Sperrgebiet heraus.

Ausnahmen sind mit dem Veterinäramt der Kreisverwaltung abzuklären. Sie unterliegen teilweise noch Verhandlungen und können sich ändern.

Eine Übersicht zu den Ausnahmen und den erforderlichen Voraussetzungen, sowie die erforderlichen Tierhaltererklärungen für Zucht- und Schlachtvieh, finden Sie nachfolgend.

Die baldige Impfung der Bestände wird empfohlen, weil die Möglichkeit, nicht geimpfte Tiere nach einer negativen PCR-Untersuchung und Behandlung mit Repellentien zu verbringen, bis 31.03.2019 befristet ist.

Das  in  Folge  der  BTV-8-Ausbrüche  eingerichtete  Sperrgebiet  umfasst  das  gesamte Landesgebiet von Rheinland-Pfalz. Hierdurch unterliegen alle Wiederkäuer sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen in diesen Gebieten Auflagen zur Verbringung.

Beim Verbringen empfänglicher Tiere innerhalb des Sperrgebietes gelten die Regelungen nach Art. 7 Abs. 1 VO (EG) Nr. 1266/2007, beim  Verbringen  empfänglicher  Tiere  aus  dem  Sperrgebiet  in  freie  Gebiete  innerhalb Deutschlands bestehen gemäß Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b der VO (EG) Nr. 1266/2007 i. V. m. einer Risikobewertung des FLI vom 21.12.2018 nachfolgende Optionen, die mit BMEL und den Ländern abgestimmt worden sind (siehe Übersicht der Ausnahmen vom Verbringungsverbot im Falle eines BT-Ausbruchs und Tierhaltererklärungen).

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, für die alle Wiederkäuer empfänglich sind. Sie wird durch ein Virus verursacht, das durch infizierte Stechmücken (Gnitzen)  übertragen  wird.  Das  klinische  Krankheitsbild  geht mit schmerzhaften  Haut- und  Schleimhautentzündungen am  Kopf,  den Geschlechtsorganen, den Zitzen  und am Kronsaum  der  Klauen  einher.  Neben  Leistungseinbußen  durch  Milchrückgang,  Gewichtsverlust und Aborte führen schwere Verlaufsformen auch zu  hohen Sterblichkeitsraten  (insbesondere  bei  Schafen). 

Da  die  erregerübertragenden  Gnitzen  durch  den Wind weiträumig (bis zu  150 km) verdriftet werden können, weist die Blauzungenkrankheit eine starke Ausbreitungstendenz auf.

Aufgrund  dieser  Merkmale  ist  es  erforderlich,  im  Zusammenhang  mit  dem  eingangs bezeichneten  Seuchenausbruch  in  Trier,  Schutzmaßnahmen  zur  Eindämmung des Tierseuchengeschehens  zu  ergreifen.  Dadurch  ergibt sich  die  sachlich gebotene Notwendigkeit, um den jeweiligen Ausbruchsort ein Sperrgebiet von 150 km Radius länderübergreifend mit der Folge für die betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz zu bilden. Die große Ausdehnung  ist fachlich  begründet durch  die  Tatsache,  dass die  den  Seuchenerreger - ein Virus - übertragenden Mücken  mit dem Wind über große  Distanzen weitergetragen werden können und somit die Gefahr der Weiterverbreitung der Seuche über entsprechend  große Distanzen  gegeben  ist. 

Mit der Festlegung sind Verbringungsverbote für empfängliche Tiere sowie deren  Sperma,  Eizellen  und Embryonen aus dem Sperrgebiet verbunden.  Innerhalb des  Sperrgebietes  ist  der  Handel  mit  empfänglichen  Tieren,  die  aus  einem  Betrieb stammen, der nicht seuchenverdächtig  bezüglich  Blauzungenkrankheit ist,  relativ ungestört möglich (Aber Achtung! Immer mit Tierhaltererklärung!).

Um zu  vermeiden, dass zwischen  den verschiedenen  Restriktionsgebieten  Handelshemmnisse  entstehen, hat es sich  als  geeignet,  erforderlich  und  zumutbar erwiesen, die möglichen Restriktionsgebiete (Sperrgebiet  und  Beobachtungsgebiet)  zusammenzufassen  und  nur ein  Sperrgebiet mit 150 km  Radius um den betroffenen  Betrieb festzulegen. 

Die Verbringungsverbote aus dem Sperrgebiet dienen dem Zweck des Allgemeinwohls, eine  Weiterverbreitung  der  Seuche  mit  der  Folge  von  Tierverlusten,  wirtschaftlichen Einbußen  und  Handelsrestriktionen  zu  verhindern. 

Die  Anzeigepflichten  dienen  dazu, den  zuständigen  Veterinärbehörden  zu  ermöglichen,  ggf.  noch  nicht erfasste  und  bekannte  Wiederkäuerbestände  zu  untersuchen  und  bei  Notwendigkeit entsprechenden Schutzmaßregeln zu unterstellen.

Verfügbare Formulare

Icon Formular Blauzungenkrankheit - Allgemeinverfügung vom 11.01.2019  | PDF, 182 kB
Icon Formular Blauzungenkrankeit - Merkblatt zum Verbringen von empfänglichen Tierarten aus Betrieben in RLP  | PDF, 185 kB
Icon Formular Blauzungenkrankheit - Fragen und Antworten  | PDF, 311 kB
Icon Formular Blauzungenkrankheit - Tierhaltererklärung Sperrgebiet innerhalb SG  | PDF, 266 kB
Icon Formular Blauzungenkrankheit - Tierhaltererklärung Schlachttiere  | PDF, 36 kB
Icon Formular Blauzungenkrankheit - Tierhaltererklärung Kälber  | PDF, 60 kB
Icon Formular Blauzungenkrankheit - Tierhaltererklärung Schaf Ziege  | PDF, 79 kB
Icon Formular Tierhaltererklärung zur Verbringung von Nutzvieh mit Untersuchung in freie Gebiete  | PDF, 41 kB
Icon Formular Durchführung der Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen  | PDF, 198 kB
Behördennummer 115

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Parkstraße 1
57610 Altenkirchen
Telefon Telefon:  02681/81-0
Telefon Telefon:  115(einheitliche Behördennummer)
Fax Fax:  02681/812000
Symbol E-Mail E-Mail:  post@kreis-ak.de
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