Arbeitsmarkt trotzt Wirtschaftsflaute - Verantwortungen im Jobcenter wechseln turnusgemäß
Altenkirchen. Nach den gesetzlichen Regelungen für Jobcenter wechseln sich die Agentur für Arbeit und die Kreisverwaltung in den Verantwortlichkeiten im Jobcenter nach Ablauf einiger Jahre ab – so auch im Kreis Altenkirchen: Den Vorsitz in der Trägerversammlung übernimmt ab sofort für fünf Jahre der leitende staatliche Beamte der Kreisverwaltung Altenkirchen, Josip Jagatic, vom Chef der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald, Elmar Wagner. Die Trägerversammlung ist das Aufsichtsgremium des Jobcenters und setzt sich zusammen aus Josip Jagatic, Elke Limbach und Michaela Heuser seitens der Kreisverwaltung Altenkirchen sowie Elmar Wagner, Anita Baljevic und Mario Görgens von der Agentur für Arbeit.
Gleichzeitig wechseln dadurch die Verantwortlichkeiten in der Geschäftsführung: Ramona Mittler, die bereits seit drei Jahren im Jobcenter den Bereich Vermittlung und Qualifizierung leitet und zuvor bei der Agentur für Arbeit Bonn tätig war, wird Geschäftsführerin des Jobcenters Kreis Altenkirchen. Der bisherige langjährig von der Kreisverwaltung Altenkirchen gestellte Geschäftsführer Heiner Kölzer bleibt als Stellvertreter Mitglied der Geschäftsführung und verantwortet weiterhin den Bereich Leistungsgewährung. Insgesamt bleibe damit, so betonten Josip Jagatic und Elmar Wagner, personelle Stabilität, langjährige Erfahrung und bewährte Zusammenarbeit in den verantwortungsvollen Leitungsfunktionen der gemeinsamen Einrichtung gewahrt.
Zufrieden zeigte sich die Trägerversammlung mit den Arbeitsergebnissen des ersten Halbjahres. Das Jobcenter Kreis Altenkirchen nimmt bei der Integrationsquote derzeit Rang eins im direkten Vergleich mit zwanzig bundesweit vergleichbaren Jobcentern ein. Trotz schmerzlicher Arbeitsplatzverluste im Landkreis Altenkirchen, insbesondere im Automobilzulieferersektor, stelle sich die heimische Wirtschaft auf die veränderten Wettbewerbsbedingungen ein und Arbeitsuchende zeigten Veränderungsbereitschaft, betonten Ramona Mittler und Heiner Kölzer. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften konnte innerhalb eines Jahres um 173 auf jetzt 3.584 gesenkt werden, entsprechend sank die Zahl leistungsberechtigter Menschen im Kreis Altenkirchen im gleichen Zeitraum um 323 auf 6.824. Der Zugang an leistungsberechtigten Menschen mit Migrationshintergrund hat sich verlangsamt, der Anteil liegt derzeit noch bei 43 Prozent.
