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05.04.2019

Landrat geht auf die Barrikaden - Ärztemangel in Betzdorf erfordert seitens der KV offenbar keinen akuten Handlungsbedarf

Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz sieht offenbar keinen akuten Bedarf, gemeinsam mit der Kreisverwaltung Altenkirchen, der DRK-Trägergesellschaft Süd-West GmbH und der AOK Rheinland-Pfalz-Saarland zeitnah eine Lösung für den Ärztemangel in Betzdorf zu finden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung Altenkirchen hervor.

Wie die Kreisverwaltung berichtet, sei ein für den 18. April vereinbarter Termin zur Besprechung von Lösungsvorschlägen für die Situation in Betzdorf aus terminlichen Gründen von der Kassenärztlichen Vereinigung jetzt wieder abgesagt worden. Auch bei einem anschließenden persönlichen Telefongespräch des Landrats mit Dr. Peter Heinz, dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung, konnte die KV keinen zeitnahen Termin anbieten. Stattdessen wurden Landrat Michael Lieber drei Ausweichtermine im Juli angeboten.

Bei dem Termin sollte es nach Aussagen der Kreisverwaltung vor allem um einen vor einigen Wochen auf einer Betzdorfer Podiumsdiskussion gemachten Vorschlag von Dr. Josef Rosenbauer gehen. Rosenbauer hatte die KV und das Ministerium aufgefordert zu prüfen, ob es möglich sei, in der aktuellen Notsituation - nach der Schließung der Praxis Kerschbaum/Schmidt sind derzeit in Betzdorf viele Bürgerinnen und Bürger noch immer auf der Suche nach einem neuen Hausarzt – das Kirchener DRK-Krankenhaus als Interimslösung für die ambulante Versorgung zu öffnen.

Dem Gespräch zugesagt hatten neben der KV bereits Vertreter der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, der Geschäftsführer und der Prokurist der DRK-Trägergesellschaft Süd-West GmbH sowie Dr. Rosenbauer. Von Seiten des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie erfolgte auf die Einladung zur Teilnahme am Gespräch bisher leider keine Rückmeldung.

„Es ist absolut unverständlich, dass die Probleme und Sorgen der Menschen in Betzdorf noch immer nicht ernst genommen werden, obwohl wir mit Nachdruck immer wieder auf allen Ebenen darauf hinweisen“, äußerte sich Landrat Michael Lieber zur Terminabsage der KV. Er sei bestürzt, dass bei der KV offenbar noch immer nicht angekommen sei, wie gravierend die Situation in Betzdorf ist. Laut Lieber werde sich die Kreisverwaltung daher weiter mit Hochdruck um eine Lösung für Betzdorf bemühen und er fordere von der KV unbedingt einen zeitnahen Gesprächstermin.